Reisen und Touren 2021

Gozo / Malta – Wracks pur – TEC Woche

Ein ganz besonderes Schmankerl ist diese Wrack-Tour für fortgeschrittene Taucher. Wir planen einige der spektakulärsten Wracks wie z.B. die große Polynesien, und die HMS Stubborn (U-Boot) vor Gozo/Malta zu betauchen, allerdings spielt das Wetter eine große Rolle, wobei wir hoffen, dass es mitspielt. Kenntnisse Doppel 12, Wing und Stage sind erforderlich, gut wäre min. Fundamental-Kurs, weiteres entweder gerne vorab oder vor Ort.

Teilnehmerzahl 10, noch verfügbar 8 freie Plätze

Geplant ist dieser Tourablauf:

Tag 1
MV Karvela, 40m und MV Cominoland, 40m

Tag 2
HMS Stubborn, 58m und Imperial Eagle, 40m

Tag 3
Le Polynesien, 60m und Bristol Beaufighter, 36m

Tag 4
HMS Southwold, 60m und HMS Hellespont, 40m

Tag 5
Schnellboot S-31, 70m und Lockheed Neptune, 30m

Zur Einstimmung hier schon einmal Infos zu zwei Wracks:

Legendäres Gozo-Wrack: „Le Polynesien“
Erst nur eine Vorahnung, dann eine dunkle Silhouette, die sich zunehmend zu einem gigantischen Wrack formt. Trotz fantastischer Sichtweiten lassen sich die Ausmaße der 152 Meter langen „Titanic von Malta“ nur erahnen. Spricht man über die „Le Polynesien“, wie der französische Luxusliner von 1890 tatsächlich heißt, beginnen die Augen von Kennern zu leuchten. Der Ende des Ersten Weltkriegs von einem deutschen U-Boot versenkte Dampf-Segler gilt unter Wracktauchern als das Highlight der Gegend. Verantwortlich dafür: seine exponierte Lage mit oft starken Strömungen, die große Tiefe und eine Menge an Artefakten, die seit bald 100 Jahren noch immer unberührt an Ort und Stelle ruhen.

In fast 60 Metern Tiefe taucht man entlang dem leicht schräg geneigten Stahlkoloss Richtung Heck. Das Metall liegt unter einer dicken Kruste aus schwefelgelben Schwämmen, rötlichen Seescheiden und fahlweißen Geflechten von Kalkröhrenwürmern. Ein knallroter Seestern hockt heute dort, wo einst 350 Passagiere über das Oberdeck flanierten. Zahllose Öffnungen erlauben einen Blick auf das erste Unterdeck, unversehrte Bullaugen, mit einer feinen Sedimentschicht überzogenes Porzellan vom Teller bis zur Kaffeetasse, vom Urinal bis zum Waschbecken in den Kabinen der Ersten Klasse. Am Heck ragt eine riesige Kanone drohend über die Bordwand hinaus, aber weder sie noch der Kapitän hatten eine Chance gegen den deutschen Torpedo der „UC-22“. 19 Seeleute kamen bei dem Untergang ums Leben. Der Torpedotreffer hat mittschiffs ein großes Leck gerissen, das beim Aufprall auf dem Meeresgrund die „Le Polynesien“ in zwei Teile gerrissen hat. Wie eine tödliche Wunde klafft dort der Rumpf auf und lässt den dahinter liegenden Maschinenraum erahnen. Scharfkantig verbogenes Metall, herunterhängende Kabel und jede Menge feinstes Sediment halten selbst erfahrene Wracktauchprofis davon ab, hier weiter einzudringen. Vor dem riesigen, dicht mit Schwämmen überzogenen Ruder steckt die vierblättrige Schiffsschraube halb im Sandgrund verborgen. Hier hat man dann mit 67 Metern auch die Maximaltiefe erreicht.

„U-Boot HMS Stubborn“
Die HMS Stubborn war ein U-Boot der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg und lief am 11. November 1942 vom Stapel. Das U-Boot operierte anfangs in der Nordsee und der Biskaya. Später setzte die Navy die Stubborn auch auf dem asiatischen Kriegsschauplatz ein.
Am 2. Juli 1943 entdeckte die HMS Stubborn in der Biskaya drei von der Feindfahrt zurückkehrende deutsche U-Boote, die von zwei Zerstörern eskortiert wurden. Die Stubborn griff erfolglos mit einem Torpedofächer an. Die deutschen U-Boote konnten unbeschadet nach Bordeaux zurückkehren. Am 26. Januar 1944 griff sie dann westlich von Namsos (Norwegen) einen deutschen Geleitzug mit vier Torpedos an, wobei auch hier alle Torpedos ihre Ziele verfehlten. Mehr Erfolg gab es dann am 11. Februar 1944 nordwestlich von Namsos bei einem Angriff auf zwei deutsche Frachtschiffe mit Torpedos. Die Makki Faulbaum (1907 BRT) sank, die Felix D. (2047 BRT) wurde schwer beschädigt.

Am 13. Februar 1944 griff die Stubborn vor dem norwegischen Foldafjord einen deutschen Geleitzug erfolglos mit einem Sechserfächer an. Die Eskortschiffe belegten sie anschließend mit Wasserbomben. Das U-Boot verlor die Trimmung und wurde erst bei 165 m Tiefe abgefangen, konnte aber wieder auftauchen. Das beschädigte U-Boot musste zur Basis in Schottland geschleppt werden. Die erreichte Tauchtiefe war die größte, aus der ein S-Klasse-U-Boot wieder auftauchen konnte. Der Druckkörper der HMS Stoic wurde 1948 bei einem Zerstörungstest in 183 m Tiefe vom Wasserdruck zerstört. Zum Vergleich hatten die deutschen Typ VII C Boote eine garantierte Tauchtiefe von 200 m und eine errechnete Zerstörungstauchtiefe von 400 m. Am 27. und 28. Juli 1945 versenkte das U-Boot in der östlichen Javasee zwei japanische Transporteinheiten. Nach Kriegsende wurde das Boot nach Malta verlegt und am 30. April 1946 vor Qawra Point als Sonar-Übungsziel versenkt, wo es seither in ca. 55 m Tiefe liegt.

Sollte das Wetter für Tauchgänge weit draußen im Meer nicht geeignet sein, kein Sorge wir haben eine ganze Reihe von Wracks die dann betaucht werden können, die teilweise unweit der Küste liegen oder per Boot zu erreichen sind.
Bei Buchung der Kurse Nitrox Advanced oder Wreck Advanced in Verbidnung mit dieser Reise gewähren wir 25% Nachlass auf die unrabattierte Kursgebühr. Bitte spreche uns vor der Buchung an, wir beraten und informieren dich gerne.

Unsere Unterkunft während der Tour

Wohnen werden wir im Hotel Calypso, im Zentrum von Marsalforn, direkt am Meer, in Doppelzimmern. Die Zimmer sind mit Bad, TV, Telefon, kostenlosen WiFi Zugang und Klimaanlage ausgestattet. Im Reisepreis ist Frühstück inklusive, abends laden zahlreiche gute und nicht sehr teure Restaurants zu kulinarischen Genüssen ein. Hier gibt es wirklich für jeden Geschmack etwas.

Geplante Reisezeit und Kosten

28. April bis 5. Mai 2021, sofern die Flugdaten sich nicht ändern

Der Reisepreis beträgt für diese Tour 1799 Euro pro Person und beinhaltet Flüge (vorbehaltlich, dass aufgrund der zurzeit stattfindenen Umweltdiskussionen keine drastischen Flugverteuerungen eintreten, bei Verteuerung von mehr als 15% des Reisepreises räumen wir ein Rücktrittsrecht ein), Transfers Flufhafen bis Fähre, Überfahrt mit der Fähre, Transfer Fähre zur Unterkunft (und retour), 7 Nächte/ F in Hotel Calypso im DZ, 2 Tauchgänge von Land + 8 Tauchgänge vom Boot inklusive Luft, Doppelpack und Stage mit EAN 50, Blei und Transfers zu den Tauchplätzen
Die Kurse Wreck Advanced oder Nitrox Advanced können hinzugebucht werden. Reiseteilnehmer erhalten auf die Kursgebühren 25% Rabatt
(vom nicht rabattierten Kurspreis).
Trimix ist zubuchbar gem. Preisliste unseres Tauchpartners (0,05 Euro/liter lt Preisliste 2019)

Die Anmeldung bitte per Email an info@meeresauge.de

Autor: JD am 28. Sep 2019 15:25, Rubrik: Reisen und Touren 2021, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,

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