Schottland – Tauchplätze

Für uns ist es fast gleichbedeutend wenn man von Tauchspots in Schottland spricht, dass wir sofort an Scapa Flow und die dort liegenden Wracks denken. Wir tun sicher dieser ganzen Region Unrecht, aber auch wir befassen uns vornehmlich mit diesem Thema.

Am 21.06.1919 versenkte sich ein grosser Teil der Deutschen Kaiserlichen Kriegsflotte in der Bucht von Scapa Flow selbst. Von den ehemals 74 hier gesunkenen deutschen Schiffen ruhen heute noch 7 auf dem Meeresgrund. Gewaltige Kriegsschiffe, die mit Längen von bis zu 220m zu den damals grössten der Welt zählten. Das Tauchen an und in diesen Giganten gehört zu den aufregendsten Abenteuern eines jeden Tauchers, besonders dann, wenn er Wracktauchen liebt. Und Scapa Flow gehört zu den absoluten Höhepunkten in dieser Hinsicht auf der Welt.

Die Wracks liegen fast alle zwischen 20m und 40m. So ist es fast ein Muss mit Nitrox zu tauchen.  Natürlich kann man auch mit Pressluft tauchen, aber man ist zeitlich dann schon sehr eingeschränkt um die Grossartigkeit dieses Tauchgebietes zu erleben. Nitrox als Atemgas ist in dieser Region fast überall vorhanden, aber man verwendet hier fast immer normale Flaschen mit INT – Anschluss. Für entsprechend notwendige Fülladapter muss man daher selbst Sorge tragen. 

Die Orkneyinseln sind auch über Wasser sehr beeindruckend und es lohnen sich Ausflüge um die  nördliche Flora und Fauna kennezulernen, auch historische Funde aus 5 Jahrtausenden gibt es hier zu bestaunen.

Die Lage der Wracks findest Du in der Karte, zu den Beschreibungen einfach scrollen und auf die Schiffsnamen klicken.

Die Bucht von Scapa Flow bildet einen etwa 20km breiten Naturhafen, der fast vollständig von den Orkney – Inseln eingeschlossen ist. Schon seit der Wickingerzeit bieten seine geschützten Gewässer der Schiffahrt einen sicheren Hafen. Die gesamte deutsche Kriegsflotte unter dem damaligen Kommandanten Ludwig von Reuter war zum Ende des 1. Weltkrieges in Scapa Flow festgesetzt, während bei den Versailler Friedensverhandlungen über ihr Schicksal entschieden wurde.

Am 21.Juni 1919 verliess die Königliche Britische Flotte Scapa Flow zum ersten Mal seit Kriegsende zu einer Übung. Von Reuter nutzte die Gelegenheit und gab Befehl, alle deutschen Kriegsschiffe zu versenken, damit sie nicht in die Hände der Briten fielen. Die deutsche Flotte bestand damals aus 5 Schlachtkreuzern, 11 Schlachtschiffen, 8 Kreuzern und 50 Zerstörern. Sämtliche Schotten und Luken wurden geöffnet und Schlüssel und Hebel über Bord geworfen. Nach und nach versank die gesamte Flotte in den Gewässern von Scapa Flow.

In den 20er und 30er Jahren wurde ein Grossteil der Schiffe geborgen. Heute liegen noch die Schlachtschiffe Markgraf, König und Kronprinz Wilhelm sowie die 4 leichten Kreuzer Brummer, Karlsruhe, Dresden und Cöln in einer Meerestiefe von bis zu 45 Metern. Von der Bayern liegen nur noch die herausgefallenen Geschütztürme auf dem Meeresgrund. (Quelle: Tauchen mit 200bar)

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